Afghanistan-Veteranin Kinessa Johnson macht in Afrika Jagd auf Wilderer

​Wie die Skills einer Soldatin im Kampf gegen die Ausrottung wilder Tiere zum Einsatz kommen.

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28 April 2015, 7:00am

Alle Fotos: Facebook

Wer vier Jahre lang in Afghanistan den Taliban getrotzt hat, sollte doch auch mit ein paar illegalen Wilderern in Ostafrika fertig werden. Das zumindest dachte sich die ehemalige US-Soldatin Kinessa Johnson und zog kompromisslos in den Kampf gegen Elfenbeinjäger und Tierschlächter.

Johnson ist Mitglied der Nonprofit-Organisation Vetpaw und unterstützt gemeinsam mit drei weiteren US-Veteranen ostafrikanische Parkranger beim Kampf gegen illegale Jäger.

Alle Fotos: Facebook

Als ehemalige Waffenausbilderin und Mechanikerin bei der US Army in Afghanistan bringt Johnson jede Menge nützlicher Skills für die tägliche Arbeit in den Naturreservaten mit.

Gemeinsam mit ihren Kollegen bildet sie die Ranger in Bereichen wie Tarnung, Spionage, medizinische Versorgung, Treffsicherheit oder Patrouillentaktik aus.

Kinessa Johnson im Trainingscamp

Vor allem hat Johnson aber ein Ziel: Illegale Wilderer aufspüren und dingfest machen. Unter derselben Prämisse hatte Ryan Tate, ebenfalls ehemaliger US-Soldat, Vetpaw, die Veterans empowered to protect african wildlife ins Leben gerufen. 

„Als ich nach meiner Zeit bei den Marines ins zivile Leben zurückkehrte, hatte ich die Orientierung verloren. Ich wusste nicht, warum ich hier war", blickt Tate zurück und bringt das Problem vieler ausgedienter Soldaten auf den Punkt.  

Mit Vetpaw will er nun ehemalige ehemalige US-Soldaten vor der Arbeitslosigkeit bewahren und Afrikas wilde Tierwelt vor der Ausrottung durch Wilderer schützen.

Kinessa Johnson ist dabei das derzeit prominenteste Mitglied in der Truppe. Die Powerfrau mit dem leicht martialischen Auftreten hat als fleißige Instagrammerin mit bildgewaltiger Berichterstattung aus dem Leben einer Wildererjägerin bereits 100.000 Follower eingesammelt. 

Einige von Johnsons Fans haben sie bereits zur Erzfeindin von Kendall Johns, hübsche Hobby-Jägerin aus Texas, die gerne mal mit erlegten Nashörnern posiert und mit derartigen Bildern regelmäßig mittelschwere Shitstorms auslöst, ausgerufen. Doch Johnson bleibt gelassen:

„Es ist nicht unsere Absicht, irgendjemandem Schaden zuzufügen; Wir sind hier um die Parkranger zu trainieren, so dass sie Wilderer verfolgen und festnehmen können, sie also daran hindern, auf Jagd zu gehen", erklärt sie gegenüber 11Alive.

Wilddiebe sollten diese Worte aber nicht auf die Goldwaage legen: „Generell gilt jeder, der in einem Reservat mit einer Waffe unterwegs ist, als Bedrohung und kann beschossen werden, wenn sich die Ranger bedroht fühlen. Durch Präventivmaßnahmen versuchen wir aber zu verhindern, von unseren Schusswaffen Gebrauch zu machen."

Nun dann, wir freuen uns schon auf den Showdown Johnson vs. Johns.