Pornhub launcht Crowdfunding für den ersten Weltraumporno

​Mission Apollo 69 ist kurz davor, die Rakete zu zünden.

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12 Juni 2015, 9:42am

Foto: Screenshot Vimeo

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Wenn ihr euch in Zukunft im Internet einen Porno anschaut, könnte es in der schon jetzt vollkommen überdehnten Liste von Kategorien eine weitere Wahlmöglichkeit geben, um euren Hypothalamus so richtig in Schwung zu bringen.

Zwischen „Solo Male" und „Squirting" steht dann vielleicht „Space"—denn nachdem der größte Hengst in der Herde digitaler Porno-Anbieter, Pornhub, in den letzten acht Jahren die unendlichen Weiten männlicher Sexualinteressen erkundet hat, ist nun der Zeitpunkt gekommen, es endlich einmal schwerelos im All zu treiben.

Die Sextronauten Eva Lovia und Johnny Sins. Foto: Indiegogo

Abgefeuert werden soll die Rakete mit den Sextronauten Eva Lovia und Johnny Sins Ende kommenden Jahres—bis dahin hofft Pornhub auf rege Unterstützung von eurer Seite. Denn die bemannte Mission hat ihren Preis: 3,4 Millionen US-Dollar sollen in den nächsten 60 Tagen auf Indiegogo von digitalen Sugardaddys zusammengetrommelt werden. Erst dann rückt der außerirdische Orgasmus in greifbare Nähe.

Derzeit befindet sich das Projekt „Sexploration" also noch in einer Phase, die in der Branche sonst gerne übersprungen wird: dem Vorspiel. Wenn wir uns allerdings die Perks einmal genauer ansehen, haben wir keinen Zweifel, dass „Sexploration" schon bald die Plateauphase erreichen wird.

Wer 150.000 US-Dollar spendet, bekommt einen der getragenen Raumanzüge von Eva oder Johnny—inklusive Unterwäsche. Nicht nur für Olfaktophile und Cosplayer eine echte Belohnung. Auch die 30.000-US-Dollar-Prämie gefällt uns: ein offizielles Banner auf den Anzügen. Eventuell etwas für die Ergo-Versicherung.

60% der Kosten verschluckt übrigens der Flug selbst, inklusive Training der Crew und vor allem der beiden Sextronauten. Sie werden sechs Monate lang auf Erden die schwerelose Kopulation trainieren. Denn wie Paul Root Wolpe, Bioethiker der NASA, gegenüber der Daily Mail erklärt, birgt der Weltraum das ein oder andere Risiko für den menschlichen Koitus.

Zum Beispiel fließt das Blut bei Verlust der Schwerkraft im Körper nach oben in Kopf- und Brustbereich anstatt dorthin, wo es im Porno am nötigsten gebraucht wird. Und selbst wenn alles steht, ist es relativ kompliziert, so richtig anzudocken. Denn im Weltraum macht die Frage: „Wieso liegt hier eigentlich Stroh?" natürlich noch viel weniger Sinn.

Doch Pornhub ist bereit, für das Unterfangen eine Lanze zu brechen. Man sieht sich auf einer Linie mit großen Entdeckern wie Galileo, DaVinci und Kolumbus. Bleibt also abzuwarten, ob es schon bald heißt: „Ein kleiner Fick für mich, ein großer für die Menschheit."

Nach den ersten 24 Stunden hat die Kampagne übrigens erst mickrige 8.000 US-Dollar zusammenbekommen—das sind galaktische 0,02 Prozent der benötigten Summe. Wenn Pornhub jetzt noch das Geld drauflegt, das sie dieser Tage für PR gespart haben, könnte es mit „Sexploration" vielleicht tatsächlich klappen.