Mit diesem Trick kannst du deinen überhitzten Laptop entspannt runterkühlen

Für diesen Lifehack ist es ein Glück, dass die unpraktischen Kupfermünzen noch nicht abgeschafft wurden.

|
09 Juni 2016, 11:05am

Bild: Motherboard

Es ist die perfekte Umsetzung der Redewendung „zwei Fliegen mit einer Klappe" zu schlagen. Zum einen kühlst du mit diesem Trick deinen überhitzen Laptop herunter, während seine Lüftung schon sommerlich verzweifelt jault und gleichzeitig bist du endlich das lästige Kleingeld im Geldbeutel los. Denn wie der Japaner Akinori Suzuki herausgefunden hat, sind Ein-, Zwei- und Fünf-Cent-Münzen die idealen Leiter für die Hitze deines fiebernden Rechners.

Suzuki twitterte seinen Tipp für all diejenigen, die die Innentemperatur ihres MacBook Pro herunterkühlen wollen, nachdem ihm klar wurde, welch positive Eigenschaften die aus Kupfer bestehenden Zehn-Yen-Münzen aufweisen.

Die physische Erklärung hinter dem Alltagskniff aus der unendlichen Füllhorn der Internetweisheiten kommt aus dem Bereich der Thermodynamik. Wie der Wärme-Scan eines Laptops zeigt, konzentriert sich die Hitze des Geräts in erster Linie auf den Übergang zwischen Gehäuse und Display. Ein Effekt, der sich auch leicht fühlen lässt. Platziert man an dieser Stelle, oberhalb der Tastatur eine Reihe gestapelter Kupfermünzen leiten diese aufgrund der Thermodynamik die Hitze aus dem Computer heraus.

Kupfer verfügt über eine größere Wärmeleitfähigkeit als Aluminium oder Plastik, Materialien, aus denen Laptops in der Regel gebaut sind. Dank der Regeln der Thermodynamik saugt das Kupfer, zumindest solange es kälter als der Rechner ist, die Wärme aus dem Gerät. Damit ist nicht nur deinem eigenen Wohlbefinden geholfen, falls du den Rechner auf deinen Beinen liegen hast—auch die Lüftung muss sich nicht mehr quälen und macht weniger Krach. Moderne Lebenshilfe mit ein bisschen Kleingeld.

Allerdings funktioniert dieser Trick logischerweise nur bei den Notebook-Modellen, die eine Ablagefläche für die Münzen bieten. Bei Laptops, bei denen an die Tastatur direkt die Lüftungsschlitze anschließen, ergibt der Trick wenig Sinn, da eine Ablagerung von Münzen lediglich die Öffnungen verbauen würde.

Praktischerweise bin ich im Besitz eines Laptops, das mit seinen Freiflächen dazu einlädt, auf seinem Gehäuse ein paar Münzen zu parken. Also setzte ich meinen relativ kühlen Rechner einigen überflüssigen Hochleistungsaufgaben aus und wartete darauf, dass er sich (danke, Photoshop-Bild-Konvertierung) zu erhitzen begann. Dann überraschte ich das gequälte Gerät mit der Münzkühlung.

Tatsächlich begann sich der heiße Rechner dank des gesammelten Redaktionskleingelds nach zwei bis drei Minuten zu erholen. Die Gehäuse-Temperatur legte sich, die Münzen nahmen die Wärme ganz offensichtlich auf und das Gerät kühlte sich ab. Nach circa zehn Minuten war das Geld genauso heiß wie das Gehäuse und ich hätte neue, kalte Münzen nachlegen müssen. Den Pro-Tipp, eisige Münzen aus dem Gefrierfach zu verwenden habe ich allerdings nicht ausprobiert.

Unter dem Tweet sammeln sich inzwischen diverse erfreute Nutzerkommentare und so zeigt der entspannte Kupfertrick nicht nur, dass die Zeit für eine praktische Lösung des Hitzeproblems mehr als reif ist, der DIY-Kniff inspirierte sogar andere User zu eigenen Varianten. So postete der Japaner Keigo Nitadori, wie sich der Münzhack sogar für stationäre Rechner anwenden lässt und somit auch die großen Kisten herunterkühlen kann.

Für eine kurze sommerliche Abkühlung ist der Münzen-Trick eine interessante Wahl—für alle anderen, die ihre Lüftung dauerhaft schonen wollen, bleibt aber nur das Nachrüsten der Hardware oder eine regelmäßige Lüfter-Reinigung.