Trump-Limo zufällig beim Tanken gefilmt – pr0gramm-User diskutieren, ob er guten Deal gemacht hat

Wie ein Video auf dem deutschen Imageboard pr0gramm zur wohl epischsten Off-Topic-Diskussion rund um den G20-Gipfel geführt hat.

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07 Juli 2017, 10:09am

"The Beast" an einer Tankstelle in Hamburg-Fuhlsbüttel. Screenshot: pr0grmm.com

Hoher Besuch an einer Hamburger Shell-Tankstelle gestern Vormittag: In Begleitung mehrerer Polizeiwagen und gepanzerter Limousinen rollt Donald Trumps "The Beast" an die Zapfsäule. Der 600 PS starke, zur mobilen Festung umgebaute Cadillac wird in der Nähe des Flughafens in Fuhlsbüttel noch einmal vollgetankt, bevor der US-Präsident wenige Stunden später aus Warschau per Flieger zum G20-Gipfel eintrifft.

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Ein von Passanten zufällig aufgenommenes Video des seltenen Spektakels tauchte prompt auf dem deutschen Imageboard pr0gramm auf. Und sofort entspinnt sich hier eine überraschende Diskussion, die so rein gar nichts mit den G20-Threads rund um Polizeigewalt und Kapitalismuskritik gemein hat, die ansonsten gerade die sozialen Netzwerke dominieren: Die Nutzer von pr0gramm erörtern stattdessen angeregt, ob Donald da überhaupt einen guten Deal gemacht hat – oder woanders nicht möglicherweise mehr für sein Geld bekommen hätte.

Wie es sich für eine gute Internet-Kommentarsektion gehört, halten auch hier diverse Experten nicht lange mit ihrem Profiwissen zurück: So schreibt ein User, Payback-Punkte bei Shell zu sammeln, würde sich ja nicht so lohnen. Wenige outen sich daraufhin als Shell-Kunden, einige dafür als echte Experten, wie man als Vieltanker bei anderen Tankstellen das Optimum an Payback-Punkten herausholt: "Mit Nutzung der Mehrfachpunktecoupons, die man bei Rechnungserhalt manchmal kriegt, und Coupons per Brief und App, kommt man im Schnitt auf irgendwas zwischen 1,5 bis 2x Punkten pro Tankfüllung", erläutert beispielsweise ein Nutzer.

Während einige User daraufhin uneinig sind, ob man die Punkte lieber im Supermarkt gegen Lebensmittel eintauscht oder nur Bares Wahres ist, dreht ein anderer Nutzer die Diskussion eine Spur weiter: Der unterschiedliche Preis an verschiedenen Tankstellen sei eine Sache, doch habe der Sprit ja auch je nach Zapfsäule eine andere Qualität.


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Dieser These widersprechen einige vehement: "Da kann man nur den Kopf schütteln." Doch auch hier scheinen echte Experten anwesend: "Wer mal Einspritzdüsen mit billigem/teurem Sprit unter dem Mikroskop verglichen hat, weiß, dass da optisch ein himmelweiter Unterschied besteht: mit billigem Sprit sehen die Düsenlöcher und die Bereiche drumherum aus wie zugeschissen, bei teurem sehen sie relativ sauber aus."

Und schon ist die wohl epischste Off-Topic-Diskussion rund um den G20-Gipfel auch schon beim Thema Premium-Kraftstoffe, Oktanzahlen und welche Motorentypen wie betankt werden sollten, angekommen. Dass hier auch ruhig mal die Fahrer von "The Beast" mitlesen sollten, zeigt ein Vorfall aus der Zeit, in der noch Barack Obama in der teuersten Staatskarosse der Welt saß.

Der Tankstellenbetreiber habe ob des hohen Besuchs "sicher vor Glück geheult", wirft dann noch ein Nutzer in den Raum. "Tankstellenbetreiber verdienen kaum etwas durch den Sprit, der Großteil kommt über den Ladenverkauf rein. Ich glaube kaum, dass Trump zwei Bier und ne Schachtel Zigarillos gekauft hat", entgegnet ein anderer. Und schon ist die nächste Diskussion in der Diskussion im Gange.

Ob Donald nun an der Shell-Tanke in der Hamburger Alsterkrugchaussee einen guten Deal gemacht hat oder nicht, konnte übrigens nicht abschließend geklärt werden.