14 Posts auf Facebook und Instagram, mit denen russische Trolle die USA spalten wollten

Hillary diffamieren, Streit säen, das politische Klima in den USA weiter aufheizen – die aus Russland geschalteten Anzeigen sprechen eine deutliche Sprache. Eine Stichprobe der manipulativen Posts wurde nun erstmals veröffentlicht.

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Nov. 2 2017, 11:29am

Alle Bilder: House Permanent Select Committee on Intelligence

Die wohl bislang größte politische Beeinflussungskampagne im Netz bekommt endlich ein Gesicht: Am Mittwoch mussten sich Vertreter sozialer Netzwerke zum ersten Mal vor dem US-Kongress zu den Vorwürfen äußern, dass die US-Wahl 2016 über ihre Plattformen durch russische Akteure beeinflusst worden sei. In diesem Zuge wurde auch erstmals eine kleine Stichprobe aus den über 3.000 Anzeigen veröffentlicht, die russische Trolle während des Wahlkampfs auf Facebook und Instagram geschaltet hatten. Die 14 Anzeigen geben einen ersten Einblick, welche politischen Themen aus russischen Trollfabriken befeuert wurden, um das politische Klima in den USA zu vergiften und so die Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.

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Einige der Posts richten sich klar gegen Hillary oder Bill Clinton, in einem Post wird Hillarys Wahlsieg gar mit dem Siegeszug von Satan höchstpersönlich gleichgesetzt. "Klicke 'Like', wenn Jesus gewinnen soll", lautet die Aufforderung unter der Anzeige, die Jesus und den Teufel beim Armdrücken zeigt. Andere Posts hetzen gegen Muslime und Einwanderer, und halten Themen auf der Agenda, die die US-Gesellschaft sowieso schon polarisieren. Einige Anzeigen bewerben auch politische Kundgebungen, Demos und Gegenveranstaltungen – und das so erfolgreich, dass einige am Ende tatsächlich stattfanden.

Anfang Oktober übermittelte Facebook über 3.000 Anzeigen und Posts an den Geheimdienstausschuss des US-amerikanischen Senats und Abgeordnetenhauses sowie an den Justizausschuss. Diese Beiträge stammen laut Facebook aus Quellen, die der russischen Regierung nahestehen, darunter die Internet Research Agency, eine bekannte Trollfabrik in St. Petersburg.

Außerdem veröffentlichte der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses eine Liste von Twitter-Accounts mit Verbindungen nach Russland. Bisher waren nur einzelne Anzeigen durch Medien wie der New York Times oder The Daily Beast an die Öffentlichkeit gelangt.

Hier sind nun die 14 Anzeigen, die gestern erstmals veröffentlicht wurden.

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