Neue Animation zeigt, wie Airbnb in Großstädten explodierte

Verfolgt die letzten zehn Jahre Airbnb in einer beeindruckenden Datenvisualisuerung.

|
11 August 2017, 3:56pm

Screenshot: Airbnb in Berlin

Aus wenigen, weit verstreuten weißen Punkten wird mit der Zeit ein riesiger weißer Klumpen über ganz Berlin. Während 2008 nur vereinzelte Punkte auf der Stadtkarte zu sehen sind, erkennt man 2017 die innenstadtnahen Berliner Kieze kaum noch – sie sind zu einer weißen Masse verschmolzen.

Der Datenanalyst Kor Dwarshuis hat visualisiert, wo und wann in den letzten zehn Jahren Wohnungen in Berlin auf Airbnb angeboten wurden. Die Daten für seine Animation übernahm er er von der Plattform Inside Airbnb, die ihre Daten wiederum aus öffentlich verfügbaren Daten der Airbnb-Seite bezieht.

"Ich hab noch einen Koffer in Berlin"

Jeder weiße Punkt, der auf der Karte aufpoppt, steht für eine Wohnung, die an diesem Tag zum ersten Mal vermietet wurde. Außerdem werden die Vornamen des Besitzers angezeigt. In einer eingeblendeten Timeline hat Dwarshuis außerdem Schlagzeilen zum Thema Airbnb und ein paar Quiz-Fragen eingetragen.

Screenshot: Airbnb in Berlin



ntermalt mit dem Song "Ich hab noch einen Koffer in Berlin" von Marlene Dietrich und diffusen Geräuschen, gibt es in der Animation außerdem jedes Mal einen Piepton , wenn eine Wohnung an diesem Tag das erste Mal überhaupt vermietet wurde. Je höher das Klimpern ist, desto mehr Wohnungen waren es an dem Tag. Mit zunehmender Jahreszahl schrillt der Soundtrack der Visualisierung zu einer regelrechten Kakophonie an.

Neben Berlin hat der Datenanalyst Dwarshuis auch die Airbnb-Daten für Amsterdam, Barcelona, New York City und London visualisiert. Welche Schlüsse man aus seiner Visualisierung ziehen könne, möchte er dabei nicht sagen.

"Ich überlasse [die Interpretation] dem 'Leser'", schreibt Dwarshuis in einem kurzen Text auf seinem Blog.

In der Vergangenheit wurde immer wieder Kritik an Airbnb laut: Durch den Anbieter würden die Mietpreise in Großstädten steigen. In Berlin greift seit dem 1. Mai 2016, unter anderem aufgrund der explodierenden Beliebtheit von Airbnb-Wohnungen in den zentralen Bezirken, das Zweckentfremdungsgesetz.